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Chest-Pain-Unit / Brustschmerzeinheit

im Klinikum Region Hannover


Unklare Brustschmerzen sind der häufigste Grund für Notfalleinweisungen ins Krankenhaus. Bei der Hilfe für Patienten mit Brustschmerzen und Verdacht auf Herzinfarkt ist eine schnelle und fachlich kompetente Versorgung lebenswichtig. Die im Klinikum Region Hannover neu aufgebauten Chest Pain Units (Brustschmerzeinheiten)  sind ein wichtiger Schritt, die Qualität der Versorgung von Herzpatienten zu optimieren.

Nach intensiven Vorarbeiten des Kooperativen Herzzentrums der kommunalen Klinikgruppe wurden zum 1.7.2007 Chest Pain Units (CPU) mit vier oder mehr Behandlungsplätzen in allen neun Akutkrankenhäusern eröffnet. Die CPU’s wurden in bereits genutzten Räumen von bestehenden Notaufnahmestationen etabliert, auf den kardiologischen Stationen integriert oder an Intensivstationen angelagert. Beschilderungen für Rettungsdienste sollen Verzögerungen vermeiden. Die technische Ausrüstung der Räume umfasst kardiologische Monitorsysteme mit zentraler Überwachung, 12 Kanal EKG, und die sehr schnelle Verfügbarkeit einer Troponin I-Bestimmung. Ausgehend von den nationalen (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) und internationalen Leitlinien wurden einheitliche interne Standards und eine Vereinheitlichung der Abläufe (klinische Pfade) erarbeitet. Die Ergebnisse werden dokumentiert und ausgewertet. In allen Standorten wurden Schulungen der Mitarbeiter durchgeführt. Ein Facharztstandard  wird jederzeit durch eine lokale Rufbereitschaft und jederzeitige Kontaktmöglichkeit (Tel, FAX) mit den Herzkatheterlaboren der Klinikgruppe mit 24-Stunden-Bereitschaft vorgehalten. Die einzelnen CPU-Standorte wurden einem Audit unterzogen, bei dem die geforderten Qualitätsparameter überprüft wurden.

Damit stehen in einer gemischt ländlich-städtischen Region unseres Wissens erstmals flächendeckend rund um die Uhr Chest Pain Units für Patienten - insbesondere von zuweisenden Notfallärzten und Rettungsdiensten - zur Verfügung, um bei Brustschmerz und vermutetem oder nicht auszuschließendem Myokardinfarkt-Patienten schnell und adäquat zu versorgen. Es ist zu erwarten, dass wir mit dem Aufbau des neuen Behandlungsangebots  die Zeit zwischen dem Auftreten der akuten Symptomatik und Intervention im Krankenhaus verkürzen können.

Weiter Informationen finden Sie in jedem hausspezifischen Flyer:

  1. Klinikum Agnes Karll Laatzen
  2. Klinikum Großburgwedel
  3. Klinikum Lehrte
  4. Klinikum Neustadt am Rübenberge
  5. Klinikum Nordstadt
  6. Klinikum Oststadt – Heidehaus
  7. Klinikum Robert Koch Gehrden  
  8. Klinikum Siloah
  9. Klinikum Springe
  10. Übersicht Gesamtklinikum