Ausgangssituation
Das Sozialgesetzbuch V legt gesetzliche Rahmenbedingungen für Maßnahmen zur Qualitätssicherung in den Krankenhäusern fest, die auf die Vergleichbarkeit der Behandlungsqualität, der Versorgungsabläufe und Behandlungsergebnisse abzielen und die Patientensicherheit erhöhen sollen.
Mit der Einführung des pauschalierten DRG-Systems fördert der Gesetzgeber eine interdisziplinäre, abteilungsübergreifende Patientenversorgung. Dies erfordert eine gute Abstimmung der Abläufe über alle Arbeitsbereiche, verbindliche Aufgabenverteilungen und gut organisierte Informations- und Kommunikationsstrukturen
Umsetzung gesetzlicher Vorgaben
Im Klinikum Agnes Karll Laatzen werden die gesetzlichen Vorgaben durch eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Die chirurgische Klinik nimmt an der externen Qualitätssicherung für Operationen (Cholezystektomie, Appendektomie, Herniotomie, Hüftoperationen, Karotisoperationen, u.a.) teil. Gesetzliche Vorgaben in den Bereichen Hygiene, Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Brandschutz, Gefahrstoffverordnung und Transfusionsmedizin werden durch fach- und berufsgruppenübergreifende Kommissionen erfasst und im Haus umgesetzt.
Mitarbeiterqualifikation
Das Klinikum Agnes Karll Laatzen hat bereits frühzeitig auf die neuen Herausforderungen reagiert. Im Rahmen eines übergreifenden Schulungskonzeptes haben sich Mitarbeiter aus allen Kliniken durch die Teilnahme an intensiven Kursen zum Qualitätsmanagement sowohl bei der Ärztekammer Niedersachsen als auch an der Fachhochschule Hannover qualifiziert.
Projekte
Ein Modellprojekt zur Reorganisation des ambulanten Operierens in der Unfallchirurgie mit dem Ziel, durch Prozessoptimierung zu einem Ausbau ambulanter Operationen zu gelangen, wurde im Sommer 2002 abgeschlossen. Ein Nachfolgeprojekt für den Bereich des ambulanten Operierens in der Allgemeinchirurgie wurde Ende 2003 beendet. Die hier entwickelten Konzepte laufen seither im Regelbetrieb. Ein weiterer positiver Teilaspekt dieser Umgestaltungen ist die noch stärkere Vernetzung von ambulanter und stationärer Behandlung.
Seit Oktober 2002 nimmt das Klinikum Agnes Karll Laatzen an dem „Ökoprofit“ Programm teil. Dieses bereits seit Jahren in vielen Kommunen erfolgreich erprobte Projekt hilft den beteiligten Unternehmen, durch konkrete Maßnahmen zum betrieblichen Umweltschutz Ressourcen zu schonen, Abfälle und Emissionen zu reduzieren und die Kosten zu senken. Im Januar 2005 wurde das Klinikum Agnes Karll Laatzen bereits zum zweiten mal mit dem Ökoprofit Siegel ausgezeichnet.
Für Anregungen und Kritik stehen Angehörigen und Patienten sowohl ein hausinternes Beschwerdemanagement als auch die unternehmensweite KRH- Hotline „Lob und Tadel“ zur Verfügung.
Projektmanagement
Die vielfältigen Maßnahmen zum Qualitätsmanagement werden durch die zentrale Qualitätsmanagementabteilung im Klinikum Region Hannover (QMB) koordiniert.