Pneumologische Endoskopie

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Die thorakalen endoskopischen Untersuchungen in Diagnostik und Therapie stellen einen der Schwerpunkte der Klinik dar. Folgende Verfahren kommen zur Anwendung:

   1. Spiegelung der Luftröhre und Bronchien (Tracheobronchoskopie)

   2. Spiegelung einer Brustkorbseite (internistische Thorakoskopie)

 

Tracheobronchoskopie

Die Spiegelung des Tracheobronchialsystems erfolgt entweder mit dem starren Instrumentarium in Vollnarkose, oder mit dem flexiblen Fiberbronchoskop in Lokalanästhesie.

Die beiden Techniken sind keine konkurrierenden Verfahren, sondern werden je nach Indikation mit der einen oder anderen Indikation durchgeführt. Bei bestimmten Fragestellungen – zum Beispiel bei der Frühdiagnostik des Bronchialkarzinoms oder in der Tumornachsorge – wird an die normale Untersuchung eine Autofluoreszenzmikroskopie angeschlossen.

Interventionelle Untersuchungen werden bei uns unter Umständen als Narkosebronchoskopie mit starrem Instrumentarium durchgeführt. Derartige Untersuchungen sind:

  • Endobronchialer Ultraschall (EbUS)

  • Endoösophagaler Ultraschall (EUS)

  • Fremdkörperentfernung

  • Blutstillung bei Bronchial- / Lungenblutungen

  • Tumorabtragung mittels Laser

  • Aufdehnung (Bougierung) von Verengungen

  • Einbringen tracheobronchialer Platzhalter (Stents) bei gutartigen oder bösartigen Verengungen der großen Atemwege

  • Fistelverklebung

 

Thorakoskopie

Die Spiegelung einer Brustkorbseite erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung unter Analgosedierung beim spontan atmenden Patienten. Ungeklärte Flüssigkeitsansammlungen im Brustkorb, entzündliche Erkrankungen und Geschwulsterkrankungen des Rippenfells lassen sich mit dieser Untersuchung klären. Therapeutisch wird das Verfahren angewendet bei der Sanierung von Rippenfellvereiterungen (Pleuraempyem), der Ausräumung großer Blutansammlungen (Hämatothorax) oder zur Verklebung des Pleuraspaltes (Pleurodese), zum Beispiel bei immer wieder nachlaufenden Ergüssen.

 

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