Behandlung von Alkoholkranken und Medikamentenabhängigen (Station 7)

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Die Station verfügt über 18 Betten zur Entzugsbehandlung von Alkohol- und Medikamenten.

Eine Alkoholentzugsbehandlung dauert im Regelfall, d.h. gemäß den Vereinbarungen mit den Kostenträgern (Krankenkassen) zwei Wochen, vorausgesetzt, dass nicht bestimmte Komplikationen durch Folgeerkrankungen auftreten, die eine Verlängerung unabdingbar machen. Zum Medikamentenentzug benötigt man - in Abhängigkeit von Einnahmedauer sowie Art und Menge der eingenommenen Substanz/en - einen über zwei Wochen hinausgehenden Zeitraum.

Die Behandlung beinhaltet zu Beginn die körperliche Entgiftung, während der sich die Patienten im sog. Intensivbereich aufhalten und keinen Ausgang erhalten. Je nach Notwendigkeit werden zur Beeinflussung von Entzugssymptomen und Therapie von somatischen Folgeerkrankungen verschiedene Medikamente eingesetzt.

Im Anschluss an die körperliche Entgiftungsphase nehmen die Patienten an folgenden Therapiemaßnahmen teil: verschiedene Gesprächsgruppen, Entspannungstraining, Ergotherapie, Gymnastik, bei Bedarf Einzelgespräche und unterschiedliche soziotherapeutische Maßnahmen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Patienten von Station aus an externen Selbsthilfegruppen, Informationsveranstaltungen zum Thema Sucht oder anderen extramuralen Aktivitäten, z.B. an Gruppen in der Tagesklinik Königstraße, teilnehmen. Leitlinie für das Gesamtbehandlungskonzept bildet dabei der sogenannte Community Reinforcement Approach (CRA).

Auf der Station 7 sind neben den Pflegekräften, ein Suchttherapeut, ein Sozialarbeiter, ein Berufspraktikant der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, eine Ergotherapeutin und zwei Stationsärzte beschäftigt.

Ziel der stationären Arbeit ist, den Patienten Wege aufzuzeigen, ihr Leben selbstverantwortlich und ohne Verwendung von Suchtmitteln zu meistern. Die Behandlung erfolgt dabei individuell je nach Schwere und Ausmaß der bereits eingetretenen körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen. Große Bedeutung kommt im Behandlungskonzept der nachstationären Betreuung der Patienten zu, unter anderem im Rahmen eines gruppentherapeutischen Angebotes für besonders beeinträchtigte Patienten in der Institutsambulanz, sowie einer zunehmend engeren Verzahnung gerade auch der ärztlichen Angebote zwischen stationär zu behandelnden Therapieteilen und den tagesklinisch oder ambulant möglichen Therapiephasen.

 

 Kontakt

 
KRH Psychiatrie Langenhagen
Station 7
Rohdehof 3
30853 Langenhagen
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