Klinische Studien als Chance für Patienten

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Die Forschung hat auf dem Gebiet der Onkologie und Hämatologie in den letzten 20 Jahren enorme Fortschritte erzielt. Damit haben sich auch die Heilungschancen dramatisch erhöht, was nicht zuletzt an internationalen Studienstandards liegt.

In einer klinischen Studie im Rahmen einer sogenannten Therapieoptimierung werden Patienten mit gleichen Erkrankungen nach einem festgelegten Therapieschema mit zugelassenen Medikamenten behandelt. Ein Protokoll bestimmt den Ablauf. Wir führen die in jedem Fall notwendigen Kontrolluntersuchungen zu festgelegten Zeitpunkten durch. So schaffen wir Bedingungen, die den Therapievergleich ermöglichen. Erst danach können wir auch eine gesicherte Aussage über die Wirksamkeit der Behandlung machen und im Folgenden Verbesserungen und Qualitätssicherung erreichen. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und erfolgt nur nach genauester Aufklärung und schriftlicher Einwilligung des Patienten. Die Chancen für Sie bestehen sowohl in den erhöhten Erfolgsaussichten durch die neue Therapie, als auch durch besonders kontrollierte Untersuchungen in festgelegten Zeitabständen. Wir können die Häufigkeit und Intensität von Nebenwirkungen der Behandlung deutlich reduzieren und verbessern so die Therapien deutschlandweit sowie international. Auch die Qualitätskontrolle hat oberste Priorität, ebenso die Entwicklung weniger belastender Therapien, die genauso wirksam sind wie die bisher eingesetzten Behandlungsformen.

Zu Ihrem Schutz gibt es gesetzliche Bestimmungen bzw. Regelungen wie das Arzneimittelgesetz, die Deklaration von Helsinki, Good Clinical Practice (GCP) etc. Eine Patientenversicherung tritt bei Schäden ein, die durch die Studientherapie auftreten können. Des Weiteren sind Sie als Patient durch die Meldung der Studie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie bei der zuständigen Landesbehörde abgesichert. Eine Ethik-Kommission (Juristen, Kirchenvertreter, Ärzte) begleitet die Studie. Es erfolgt eine umfassende Dokumentation, angefangen mit den Basisdaten wie Größe, Gewicht, Allgemeinzustand, Erkrankungsstadium, Tumorausbreitung etc. über den Therapieverlauf und dessen Abschluss bis hin zu den Daten im Follow-Up: In der Nachsorge überprüfen wir in regelmäßigen Abständen (alle drei Monate) Ihren Allgemeinzustand, die Langzeitnebenwirkungen und den weiteren Verlauf der Tumorerkrankung.