Diagnostik

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Aufnahmegespräch

Bereits durch ein ausführliches Aufnahmegespräch gelingt es unseren geschulten Ärzten, wichtige Informationen über Art, Lokalisation und Schwere der Gefäßkrankheit zu erhalten. Auch spezielle Risikofaktoren für Gefäßverkalkungen wie Rauchen, Bluthochdruck und Übergewicht können erfragt werden.

 

Laboruntersuchungen

Durch Blutuntersuchungen können verschiedene Risikofaktoren für Gefäßverkalkungen wie der Blutzucker- oder Cholesterinspiegel bestimmt und anschließend eingestellt werden. Bei akuten Geschehen wie beispielsweise dem plötzlichen Verschluss einer Arterie, einer Thrombose (Blutgerinnsel) oder Embolie kann der klinische Verdacht bestätigt und durch Bestimmung bestimmter Blutparameter eine Aussage über die Schwere des Ereignisses getroffen werden.

 

Gehstreckenbestimmung

Sollten Sie Schmerzen beim Gehen verspüren, liegt das häufig an Durchblutungsstörungen der Beine. Zur Überprüfung schicken wir Sie auf einem  Laufband zu einem kleinen Spaziergang bergan. Bei gemäßigtem Schritttempo wird jene Strecke gemessen, die Sie schmerzfrei zurücklegen können. So können wir vor einer Therapie Werte sammeln, die uns einen Vergleich mit Ihrem Zustand nach einer Behandlung ermöglichen, deren Erfolg wir auf diese Weise ermitteln.

 

Funktionsdiagnostik der Gefäße

Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen erfolgen zur Abklärung einige Untersuchungen zur Prüfung der Gefäßfunktion. Bei der Dopplerverschlussdruckmessung messen wir mit einer Blutdruckmanschette und einer kleinen Ultraschallsonde, mit der wir den Puls an den Handgelenken,  Knöcheln oder Zehen ableiten, den Blutdruck an den oberen und unteren Extremitäten. Bei der Oszillografie können wir die Höhe des Gefäßverschlusses bereits näher lokalisieren. Die akrale Lichtplethysmografie gibt uns entscheidende Informationen wir gut die Durchblutung der Finger und Zehen gewährleistet ist. Mithilfe der transkutanen Sauerstoffpartialdruckmessung können wir den Sauerstoffgehalt des Gewebes quantifizieren  und so zum Beispiel die Heilungsaussichten von Wunden genauer einschätzen.

Eine Venenverschlussplethysmografie dient zur Prüfung der Venenfunktion. Hier wird eine Blutdruckmanschette an den Oberschenkel aufgeblasen und der Ein- und Ausstrom durch die Venen gemessen.

Die oben genannten Untersuchungen ermöglichen uns bereits weitreichende Aussagen über Ort und Schwere der Durchblutungsstörungen.

 

Farbkodierte Duplexsonografie

Die farbkodierte Duplexsonografie ist ein modernes Ultraschallverfahren. Je nach Richtung und Geschwindigkeit wird der Blutfluss mit unterschiedlichen Farben dargestellt. Außerdem kann man die Echos des Blutflusses hören. Das Verfahren kann bei jeglicher Erkrankung der Blutgefäße angewandt werden und gibt therapieentscheidende Informationen. In unserem Gefäßzentrum wird die farbkodierte Duplexsonografie zur Beurteilung aller Gefäßregionen eingesetzt wie aller Gefäßregionen wie extra- und intrakranielle hirnversorgende Arterien, Viszeral- und Nierengefäße, Extremitätenarterien inkl. der Unterschenkelgefäße sowie zur Beurteilung des Venenstatus mit ggf. präoperativer Markierung von Perforansinsuffizienzen oder als Bypassmaterial oder Dialyseshunt geeigneter Venen, sowie Hämodialyse-Shunts: Stenosen und Funktionsbeurteilung (inkl. Shuntvolumina. Diese Ultraschalluntersuchungen erlauben uns bereits ein therapeutisches Konzept zu entwickeln – ohne Röntgenstrahlen oder Kontrastmittel. Auch bei der Diagnostik von Thrombosen ist das Verfahren Mittel der ersten Wahl. Da jede Untersuchung nur so gut ist wie der Untersucher, sind wir glücklich, dass wir über besonders erfahrene und versierte Fachärzte verfügen, die diese Untersuchung hervorragend beherrschen.

 

Angiografie

Eine optimale Darstellung von Blutgefäßen gelingt durch die digitale Subtraktionsangiografie. Nach örtlicher Betäubung wird zumeist die Leistenarterie punktiert und ein Katheter bis zum darzustellenden Gefäßsystem vorgeschoben. Durch Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels ist es dann möglich, die betroffenen Schlagadern sichtbar zu machen und somit die vermuteten Gefäßeinengungen oder -verschlüsse genau zu lokalisieren.

Häufig erfolgt noch in gleicher Sitzung die Behandlung. Bei der Ballondilatation -auch perkutane transluminale Angioplastie (PTA) genannt- wird das verengte Gefäß mit einem kleinen Ballon geweitet und anschließend häufig ein Drahtröhrchen (Stent) in die Arterie eingeführt. Dieses soll das Gefäß dauerhaft offen halten und so den gestörten Blutfluss wieder ermöglichen. Die Angiografien und endovaskulären Gefäßeingriffe werden in unserem Gefäßzentrum durch Röntgenärzte unter der Leitung von Herrn Oehlert durchgeführt.

 

CT-Angiografie (computertomografische Angiografie)

Mit der schnellen und hochauflösenden CT-Angiografie (CTA) können heute alle arteriellen Gefäße des Körpers dargestellt werden – ohne riskante Arterienpunktion und ohne Katheter. Damit sich die Gefäße gegenüber den umgebenden Geweben abgrenzen, ist die Gabe eines Röntgenkontrastmittels über eine Vene in die Blutbahn erforderlich.

Durch moderne Computersoftware können aus den Querschnittsaufnahmen auch zwei- und dreidimensionale Bildrekonstruktionen des Gefäßbaumes erzeugt werden. Abbilden und beurteilen lassen sich so: Gefäßwandveränderungen wie Verengungen, Verschlüsse oder auch Gefäßwanderweiterungen und -aussackungen (Aneurysma), anatomische Besonderheiten. Diese Untersuchung wird oft zur Planung einer Operation eingesetzt. 

 

MR-Angiografie (magnetresonanztomografische Angiografie)

Die Magnetresonanzangiographie (MR-Angiographie, MRA) ist ein bildgebendes Verfahren  zur Darstellung von Blutgefäßen (Arterien und Venen) mit den Methoden der Magnetresonanztomographie (MRT). Bei der MR-Angiografie wird ein nichtjodhaltiges Kontrastmittel (Gadolineum) in eine Armvene gespritzt. Mit Hilfe verschiedener Berechnungsverfahren werden dann mehrere Gefäßabschnitte zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Somit können beispielsweise alle Arterien (Schlagadern) dreidimensional dargestellt und in allen Ebenen auf Verengungen oder Verschlüsse untersucht werden. Selbst sehr dünne Gefäße werden so erfasst, dass eine exakte Beurteilung möglich ist.