Fusionsbiopsie der Prostata

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​Mittlerweile haben sich die Bildgebenden Verfahren soweit verbessert, dass bei der Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms modernste Technik in Kombination angewendet wird. Zunächst erfolgt die sogenannte Schnittbildgebung mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT/Kernspinntomographie) der Prostata und der umgebenden Strukturen im Becken. Anschließend markieren der Radiologe und der Urologe die auffälligen Areale in der Prostata an Hand der Bilder der Kernspintomographie (multiparametrischen MRT (mp-MRT)) und teilen diese in Risikostufen ein (Prostate Imaging – Reporting and Data System =PI-RADS 1 bis 5).

PI-RADS 1 und 2 sind als ungefährlich einstufen, ab PI-RADS 3 kann der Urologe die Indikation zur Biopsie stellen. Die Probeentnahme erfolgt in einer speziellen, sehr genauen Technik. Während der Probeentnahme werden die bereits erstellten und markierten MRT Bilder gleichzeitig mit den Ultraschallbildern der Prostata überlagert (fusioniert) und dem Untersucher angezeigt. So können sehr präzise aus den auffälligen Arealen der Prostata Proben (Biopsien) entnommen werden. Die Probeentnahmen können sowohl vom Enddarm (transrektal) als auch vom Damm (perineal) her erfolgen.

Eine genaue Kenntnis der bösartigen Areale in der Prostata ist die Voraussetzung für die Möglichkeit der lokalen und fokalen Therapie des Prostatakarzinoms.