Allgemein
Das Nierenzellkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Niere und stellt den neunthäufigsten Tumor in Europa mir rund 90.000 Neuerkrankungen pro Jahr dar. Männer erkranken hierbei etwas häufiger als Frauen (Verhältnis 1.5 : 1),der Altergipfel liegt zwischen 60 und 70 Jahren. Neben erblichen Formen des Nierenkrebses spielen vor allem Zigarettenkonsum und Übergewicht bei der Tumorentstehung eine wichtige Rolle.
Symptome
Die meisten Nierentumore machen zunächst lange keine Beschwerden. Symptome können Flankenschmerzen oder Blutbeimengungen im Urin sein, bei fortgeschrittener Erkrankungen auch Knochenschmerzen oder hartnäckiger Husten.
Die meisten Nierenzellkarzinome werden heute im Rahmen von allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen oder als Zufallsbefund bei bildgebenden Verfahren entdeckt.
Diagnose
Neben der klassischen Sonografie werden zur Diagnosestellung Kontrastmittelultraschall (CEUS) sowie die Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) verwendet.
Therapie
Die Therapie des Nierenzellkarzinoms hängt von verschieden Faktoren ab:
Der kurative (heilende) Therapieansatz ist die operative Entfernung des Tumors, hierbei hängt es von den oben genannten Faktoren ab, ob die ganze Niere oder nur der tumortragende Teil entfernt wird und ob die Operation „offen“ (also über einen größeren Schnitt, meistens in der Flanke) oder „laparoskopisch“ (in Schlüssellochchirurgie) durchgeführt wird.
In ausgewählten Fällen können auch alternative Behandlungswege wie zum Beispiel die Embolisation (künstlicher Verschluss der den Tumor versorgenden Blutgefäße) oder die alleinige Überwachung des Tumors sinnvolle Alternativen sein.
Bei fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren Erkrankungen kommen medikamentöse Behandlungen zur Symptomkontrolle und Stabilisierung der Erkrankung in Frage.
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