Arzneimittelherstellung

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​Die Aufgabe unserer Abteilung ist die Versorgung der Stationen des Klinikums Region Hannover und der Versorgungshäuser mit qualitativ hochwertigen, handelsüblichen oder individuellen Arzneimitteln aus der Eigenherstellung unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte. Die Herstellung erfolgt nach den europäischen Regeln der Guten Herstellpraxis (GMP) sowie nach nationalen arzneimittel- und apothekenrechtlichen Vorschriften. Alle Herstellungen erfolgen nach einem etablierten Qualitätsmanagementsystem, welches unter Einhaltung strengster Herstellungs- und Hygienevorschriften eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte gewährleistet. 

Die Herstellungsabteilung gliedert sich auf in die nichtsterile Herstellung (die sogenannte Galenik),  die Aseptik, die Sterilherstellung, und die Zytostikaherstellung

Die Galenik ist zuständig für die Herstellung von Arzneimitteln, die entweder aufgrund einer Verschreibung für einen einzelnen Patienten individuell als Rezeptur hergestellt wird oder in größeren Mengen als Vorrat zur Abgabe an viele verschiedene Patienten als sogenannte Defektur. Als Defektur bezeichnet man eine chargenweise Herstellung mit maximal 100 abgabefertige Packungen und daher Mengen im Bereich bis 250kg. In der Mehrzahl sind es Präparate, die auf dem Markt nicht erhältlich sind, aber von den Ärzten benötigt werden. Dazu gehören einerseits Dermatika wie Salben, Pasten, Cremes und Lotionen, andererseits Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Kapseln und Pulver zur peroralen Anwendung. Ebenso werden Eigenentwicklungen für verschiedene Einsatzgebiete hergestellt, die für die Patientenversorgung von Vorteil sind. Da niedrig dosierte Arzneimittel für Kinder oft nicht im Handel verfügbar sind, fertigen wir für die Pädiatrie perorale Arzneiformen (Kapseln) an. Zur Versorgung der Labore produzieren wir auch Laborreagenzien, die als Diagnostika verwendet werden. In der Galenik werden grundsätzlich keine Arzneimittel hergestellt, die laut Arzneibuchvorgabe steril sein müssen.

Diese Arzneimittel werden in der Aseptik und Apo-481-2.jpgder Sterilherstellung produziert. Unter strengen hygienischen Vorgaben und in qualifizierten Reinräumen darf nur umfangreich geschultes pharmazeutisches Personal unter geprüften Bedingungen Präparate sowohl patientenindividuell als auch im Defekturmaßstab herstellen. Auch die Produkte selbst werden umfangreich geprüft, um für die Patienten eine größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Bei diesen Arzneimitteln handelt es sich z.B. um Infusionslösungen, Fertigspritzen für die Anästhesie, Schmerzpumpen, Augenarzneimittel und andere.

Die Zytostatikaherstellung unserer Apotheke versorgt stationäre und ambulante Patienten des KRH und externer Häuser mit individuellen Zubereitungen zur Behandlung von verschiedenen Erkrankungen, insbesondere Krebserkrankungen. Die Produktion dieser
patientenindividuellen Zytostatika-Zubereitungen erfolgt in speziell ausgerüsteten  und qualifizierten Reinräumen durch geschultes
pharmazeutisches Personal, das über  langjährige Erfahrung in der aseptischen Arzneimittelherstellung verfügt. Alle gängigen Darreichungsformen, wie Infusionen, Injektionen, Pumpensysteme oder Beutelsysteme für externe Pumpen, können zeitnah hergestellt werden. Jede Therapiebestellung sowie jede produzierte Zubereitung wird im Vier-Augen-Prinzip auf Plausibilität und Qualität überprüft.

Die Aufgaben der Zentralapotheke umfassen im Bereich der Onkologie auch die Beratung von Ärzten, Pflegekräften und Patienten. Die zentralisierte Herstellung von CMR-Arzneimitteln in diesem Rahmen gewährleistet größte Sicherheit für zubereitendes und applizierendes Personal, geprüfte Zubereitungen für unsere Patienten und Berücksichtigung von pharmakoökonomischen Aspekten sowie des Umweltschutzes.

 

 Abteilungsleitung

 
Ina Ostermoor
Telefon:
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