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Architekturkonzept


 

Im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens wurde das Büro sander.hofrichter architekten ausgewählt. Von 30 Bewerbern wurden sechs Architekturbüros mit der Erstellung eines Plangutachtens beauftragt, welches in einem eingeschränkten Wettbewerb im Rahmen eines Fachpreisgerichts begutachtet wurde. Das Büro sander.hofrichter architekten lieferte letztlich den überzeugendsten Entwurf.

Das neue Krankenhaus wird auf dem Gelände des jetzigen Klinikums Siloah errichtet. Im süd-östlichen Teil der Liegenschaft existiert eine ca. 15.000 m² große Fläche, die den Neubau aufnimmt. Dieser wird dort in einem Bauabschnitt  bei laufendem Betrieb des Krankenhauses Siloah erstellt werden. Das Baugrundstück ist ein attraktives Gelände, das gegen Osten vom städtischen Grün- und Naherholungsgürtel des Flusses Ihme begrenzt wird. Der Neubau wird sich in diese Flussaue einfügen, in der sich Mitarbeiter, Patienten und deren Angehörige wohl fühlen können. Der denkmalgeschützte Baubestand wird in die Neubauplanung und die Entwicklung des Gesamtgeländes einbezogen.

Der Neubau ist gegliedert durch patchworkartig eingestreute Lichthöfe, die das Klinikum mit dem Grüngürtel an der Ihme vernetzen und damit das Gebäude in diese Flussaue einfügen. Ein massiver zweigeschossiger Sockel, der die Traufhöhe der historischen Gebäude aufnimmt, und der darüber schwebende Bettenhausriegel sind die zentrale Leitidee des Entwurfs. Von der neuen Durchwegung des Geländes, der Klinikallee, erreicht der Besucher den zentral gelegenen Haupteingang mit seiner lichtdurchfluteten Eingangshalle.


KRH-KKlinikneubau - Modellfoto – Ansicht von Nordwest

Modellfoto – Ansicht von Nordwest

Im Inneren wird das Gebäude über eine Magistrale erschlossen, an der sämtliche Wartebereiche und Leitstellen, aber auch die vertikalen Erschließungen in die oberen Stockwerke liegen. Diese parallel zur Klinikallee verlaufende innere Erschließung gliedert das Gebäude und bietet für die Zukunft eine Möglichkeit zur Erweiterung des Baukörpers.
Städtebaulich orientiert sich das neue Gebäude an einem denkmalgeschützten Gebäude, in den später die Administration des Krankenhauses einziehen wird. Der Haupteingang der Klinik liegt symmetrisch zu diesem Bau, dazwischen wird die neue Klinikallee über den in diesem Bereich erhaltenswerten alten Baumbestand betont. Die Klinikallee sorgt für die Gesamterschließung von der nördlichen bis zur südlichen Geländegrenze und führt zu einer klaren linearen Erschließungsstruktur, die zusätzlich von einer parallel geführten Strasse unterstützt wird.

 

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