Pressemitteilung Dienstag, 15. August 2006
Nordstadtkrankenhaus bietet Medizinern interessante Qualifizierungsmöglichkeit
Dr. Stefan Köppen erwirbt Weiterbildungsermächtigung Infektiologie
Infektiologisch interessierte Ärzte können jetzt im Nordstadtkrankenhaus die „Zusätzliche Weiterbildung Infektiologie“ der Ärztekammer Niedersachsen erwerben. Der Internist Dr. Stefan Köppen, Oberarzt an der Medizinischen Klinik des Nordstadtkrankenhauses (Chefarzt: Professor Dr. Hensen) und Facharzt für Gastroenterologie und Tropenmedizin, hat als einer der ersten Ärzte in Niedersachsen die Zusatzqualifikation und auch die Weiterbildungsermächtigung für die komplette zwölfmonatige Weiterbildungszeit auf diesem Gebiet erhalten. „Wir sind damit neben der Medizinischen Hochschule bislang die einzige Klinik in Niedersachsen, die infektiologisch interessierten Ärzte diese neue Weiterbildung anbieten kann“, sagt Dr. Köppen.
Dr. Stefan Köppen, Oberarzt an der
Medizinischen Klinik des Nordstadtkrankenhauses
Inhalte der einjährigen Qualifizierung, die u.a. auf der infektiologischen Station des Nordstadtkrankenhauses erfolgt, sind die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von erregerbedingten Erkrankungen. Ein wichtiges Arbeitsfeld, betont der Arzt: „Infektionskrankheiten sind weltweit die Todesursache Nummer 1.“ Die Qualifizierung erfolgt in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz auf dem Gebiet der Inneren Medizin, Allgemeinmedizin oder Kinder- und Jugendmedizin. Nach einjähriger Weiterbildung und erfolgreicher Prüfung bei der Ärztekammer erhalten die Fachärzte die Weiterbildungsurkunde.
Bei der Behandlung von Infektionserkrankungen blickt das Nordstadtkrankenhaus auf eine über 100jährige Tradition zurück. Die Infektionsstation der Medizinischen Klinik am Nordstadtkrankenhaus umfasst 21 Betten, dazu gehört eine Hochisolationseinheit mit zwei Einzelzimmern, so dass auch Patienten mit hoch ansteckenden Infektionen dort kurzfristig isoliert und behandelt werden können.
Früher stand in der Infektiologie die Behandlung der großen Volksseuchen Diphtherie, Scharlach, Typhus und Tuberkulose im Vordergrund. Heute spielt auch die Tropenmedizin eine wichtige Rolle: „Wir behandeln in der Klinik viele Patienten, die an einer importierten Infektionskrankheit wie Malaria, Hepatitis oder schweren Durchfallserkrankungen leiden“, sagt Dr. Köppen. Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik sei außerdem die Behandlung von AIDS-Patienten, dazu käme die Therapie einheimischer Infektionskrankheiten wie Grippe oder Lungenentzündung. Eines der zentralen Themen der Infektiologie sei jedoch die Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Keimen: „Mittlerweile gibt es zahlreiche Erreger, die gegen eine breite Palette von Antibiotika resistent sind - da kommt eine große Aufgabe auf die Infektiologen zu.“
