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Pressemitteilung Mittwoch, 09. Dezember 2009

Cornelia Oestereich zur Ärztlichen Direktorin in Wunstorf bestellt

57-Jährige leitet größte Fachklinik für Psychiatrie in der Region Hannover

 

Dr. Cornelia Oestereich ist von der Geschäftsführung des Klinikums Region Hannover (KRH) zur Ärztlichen Direktorin der KRH Psychiatrie Wunstorf bestellt worden. Die 57-jährige Psychiaterin hat die Leitung der mit rund 400 Betten größten Psychiatrieklinik in der Region als Nachfolgerin von Prof. Andreas Spengler bereits seit März 2008 kommissarisch inne. „Dr. Ostereich ist eine hervorragende und überregional bekannte Psychiaterin“, betont KRH-Geschäftsführer Norbert Ohnesorg. In der Zukunft gehe es darum, die gute stationäre und ambulante Versorgung in Wunstorf zu erhalten und in Kooperation mit der KRH Psychiatrie Langenhagen weiterzuentwickeln, so Ohnesorg. Das frühere Landeskrankenhaus Wunstorf gehört seit Anfang 2008 zur kommunalen Gruppe Klinikum Region Hannover, in der dreizehn Krankenhäuser zusammengeschlossen sind. Darunter sind mit der KRH Psychiatrie Wunstorf und der KRH Psychiatrie Langenhagen zwei psychiatrische Fachkrankenhäuser.

Foto Dr. Cornelia Oestereich - neue Ärztliche Direktorin in der KRH Psychiatrie Wunstorf

Dr. Cornelia Oestereich


Dr. Oestereich kennt den Klinikalltag in Wunstorf seit Langem: Bereits von 1978 bis 1983 absolvierte sie hier bei Prof. Finzen, dem Vorgänger von Prof. Spengler, ihre psychiatrische Facharzt­weiterbildung und arbeitet seit November 1984 zunächst als Oberärztin, dann als Leitende Ärztin der Klinik für Allgemein­psychiatrie und Psychotherapie im ehemaligen Landes­krankenhaus Wunstorf.

Nach ihrem Abitur in Soltau studierte Dr. Oestereich zunächst zwei Semester Germanistik und Anglistik in Hamburg, bevor sie sich entschloss, von 1972 bis 1978 an der MHH Medizin zu studieren. 1983/84 ergänzte sie ihre erworbenen Qualifikationen mit der neuro­logischen Facharzt­weiter­bildung, die die Mutter zweier erwachsener Söhne im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (NRW) bei Prof. Schily und Dr. Rimpau erwarb. 1990 promovierte sie dann bei Prof. Finzen an der MHH über ein Thema aus der Suizidforschung.

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Systemische Therapie. Dr. Oestereich ist systemische Lehrtherapeutin und -supervisorin der Systemischen Gesellschaft - Deutscher Verband für Systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung (SG), deren Vor­sitzen­de sie seit 2005 ist. Zudem gehörte sie 1988 zu den Gründern des Nieder­sächsi­­schen Instituts für Systemische Therapie und Beratung Hannover e. V. (NIS), deren 2. Vorsitzende sie zurzeit ist, und gehört seit Jahren als Mitglied dem Regionalen Fachbeirat Psychiatrie an.

Systemische Methoden in der sozialpsychiatrischen Akutversorgung einzusetzen und syste­mi­sche Behandlungskonzepte für schwer traumatisierte Menschen und  Familien zu ent­­­wickeln, sind jedoch nur ein Teil ihres weitgefächerten Engagements. Daneben be­schäf­tigt sie sich intensiv mit Familientherapie, transkultureller Psychiatrie und Psycho­thera­pie, zu der die Entwicklung psychiatrischer Behand­lungs­konzepte mit Dolmetschern gehört, und mit der Suizidforschung. Wenn ihre vielfältigen Aufgaben es gestatten, be­schäf­tigt sich die 57-Jährige gerne mit guter Literatur, geht ins Theater, läuft, schwimmt oder ist in ihrem Garten zu finden.


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