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Bei laufendem Betrieb wird das KRH Klinikum Großburgwedel grundlegend modernisiert. Ein viergeschossiger Neubau im südlichen Teil des Klinikgeländes, der mit dem bestehenden Gebäudebestand verbunden ist, bildet den Kern der Baumaßnahmen: „Wir verbessern den Komfort für die Patientinnen und Patienten deutlich und schaffen eine bauliche Infrastruktur, die den neuesten medizinischen und betriebsorganisatorischen Standards entspricht“, betonte KRH Geschäftsführer Karsten Honsel bei einer Bürgerversammlung im Amtshof in Großburgwedel am 10. Mai.
Der Neubau bietet Platz für mehr als 200 Betten auf drei Ebenen. Im Erdgeschoss wird das neue zentrale Aufnahme- und Untersuchungszentrum einschließlich Notfallversorgung, Endoskopie sowie urologischer, kardiologischer und radiologischer Funktionsdiagnostik entstehen. Der Aufnahme- und Untersuchungsbereich ist räumlich direkt an die neuen Pflege-Stationen angeschlossen. Dies bedeutet kurze Wege und geringere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten. Innenhöfe im Neubau bringen Grün ins Krankenhaus. Fassaden und Farbgestaltung des Neubaus orientieren sich an der Gestaltung des Bestandgebäudes.
Zur Baumaßnahme gehört auch die attraktive Neugestaltung des grünen Außengeländes im Südteil des Klinikgrundstückes Richtung Kleinburgwedeler Straße. Besonderer Clou ist hier die Freilegung des derzeit im geschlossenen Kanalrohr geführten Baches „Wedel“, der künftig in einem offenen Bachbett in einem 150 Meter langen großen Bogen um den Neubau herum fließen wird.
Das Investitionsvolumen des Neubauvorhabens ist mit 26,6 Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten trägt das Klinikum Region Hannover (KRH). Für die Planung ist das Architekturbüro Stefan Ludes (Berlin) beauftragt, die Außenanlagen plant das Büro Dröge+Kerck Landschaftsarchitekten (Hannover). Bauvorbereitenden Arbeiten beginnen im Sommer 2012, in Inbetriebnahme des Neubaus ist zum Jahreswechsel 2014/2015 vorgesehen.
Bauphasen
III./IV Quartal 2012
Bevor das neue Gebäude gebaut werden kann, werden auf dem Baugelände im südlichen Teil des Klinikgrundstückes eine Starkstromleitung, eine Gashochdruckleitung sowie der derzeit im geschlossenen Kanal geführte Bach „Wedel“ verlegt. Dabei ist es unumgänglich, einige Bäume zu fällen. In Abstimmung mit der Umweltbehörde begleitet ein Gutachter die Fällungen, um die Auswirkungen der Baumaßnahmen auf die Natur so gering wie möglich zu halten.
Der vorhandene Gesundheitsgarten, der durch den Neubau und die nötigen Leitungsverlegungen berührt wird, bekommt einen neuen Standort im Klinikpark.
Insgesamt werden die Außenanlagen des Krankenhauses trotz Verkleinerung der Grünfläche stark aufgewertet. Der Klinikpark gewinnt ökologische Qualität durch den offenen Verlauf des Bachs Wedel, zudem werden neue Bäume gepflanzt und neue Fußwege im Park angelegt. Die Kulisse alter Parkbäume und die freien Übergänge zur „Rathauswiese“ werden den Erweiterungsbau mit Freianlagen gut mit der Umgebung verschmelzen.
I./II. Quartal 2013
Das vorhandene Bettenhaus wird im westlichen Bereich durch einen Interimsbau für die urologische Ambulanz ergänzt. Dies ist nötig, da für die bauliche Anbindung des Neubaus an das Bestandsgebäude ein Teil des bestehenden Bettenhauses (derzeitiger Standort der urologischen Aufnahme) abgerissen werden muss.
Ab II. Quartal 2013
Jahreswechsel 2014/2015
Mittwoch, 16. Mai 2012