„Stationsapotheker“ geehrt

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Lob für Projekt der Zentralapotheke beim Lohfert-Preis

Ehrung für Projekt Stationsapotheker: Dr. rer. nat. Insa Gross, Dr. med. Karl Schulze und Preis-Stifter Christoph Lohfert (v.l.)

Das Projekt „Stationsapotheker“ der KRH-Zentralapotheke ist mit einer lobenden Erwähnung bei der Verleihung des „Lohfert-Preises 2014“ ausgezeichnet worden. Ziel des Lohfert-Preises ist die Förderung von erprobten und nachhaltigen Konzepten, die den stationären Patienten im Krankenhaus, seine Bedürfnisse und seine Interessen in den Mittelpunkt rücken. Prämiert werden praxiserprobte und in der Medizin bereits implementierte Konzepte, die einen belegbaren Nutzen für Patienten und Mitarbeiter im Krankenhaus haben. 

Stifter des Preises ist Dipl. Ing. Dipl. Kfm. Christoph Lohfert, der seit 1970 im Krankenhausbereich und in Hochschulkliniken als Begleiter zahlreicher Projekte tätig ist. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Dr. Dr. Peter Lohfert hat er das Institut  für Funktionsanalyse im Gesundheitswesen GmbH Hamburg/ Kopenhagen aufgebaut.

Beim ausgezeichneten Projekt Stationsapotheker geht darum, pharmazeutischen Sachverstand durch Präsenz der Apotheker unmittelbar in den klinischen Alltag einzubringen, damit Fehlerrisiken im Einsatz von Medikamenten frühzeitig erkannt und vermieden werden können. Die Fachapothekerinnen Nadine Frerk und Marianne Fritsch sowie der Fachapotheker Dr. Michael Willenborg aus der KRH Zentralapotheke sind seit Anfang 2013  im KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge im Rahmen des Pilotprojekts „Stationsapotheker“ tätig.

In der Zentralen Aufnahme befragen die Apotheker zum Beispiel neu aufgenommene Patienten nach ihren Hausmedikamenten, prüfen mögliche problematische Wechselwirkungen und geben Empfehlungen ab, welche Arzneimittel in welcher Dosis während des Klinikaufenthalts für den Patienten verabreicht werden. Zudem kümmern sich die Stationsapotheker um Intensivpatienten, die intravenöse Therapie benötigen. Sie prüfen die Zubereitung der Infusionen und entscheiden, welche Medikamente per Infusion gleichzeitig verabreicht werden können. Zudem kontrollieren sie die passende Dosierung, die insbesondere bei Patienten, die zum Beispiel unter Leber- oder Niereninsuffizienz leiden, besonders wichtig ist. Das Feedback von Patienten, Pflege und Ärzten auf den Einsatz der Stationsapotheker ist sehr positiv.

Bei der Preisverleihung  in Hamburg im Rahmen eines Gesundheitswirtschaftskongresses nahmen Dr. rer. nat. Insa Gross, Abteilungsleiterin Arzneimittelinformation und Klinische Pharmazie in der KRH-Zentralapotheke und Dr. med. Karl Schulze, Chefarzt der Anästhesie im KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge, die Auszeichnung entgegen. 

 

 

Montag, 10. November 2014