Schlaganfall-Spezialstation in Laatzen erweitert

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KRH Klinikum Agnes Karll reagiert auf steigenden Bedarf

Stroke Unit vergrößert: Die Krankenschwestern Beate Sklorz, Susanne Schrader, Chefarzt Prof. Andreas Schwartz, Oberarzt Lars Meyer Lopes und Pflege-Bereichsleiterin Tanja Kleber (v.l.) im neuen zusätzlichen Behandlungszimmer.

Die Spezialstation für die Versorgung von Schlaganfall-Patienten im KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen ist um zwei Behandlungsplätze erweitert worden: „Wir reagieren damit auf den steigenden Bedarf, die Station ist fast immer voll ausgelastet“, betont Prof. Andreas Schwartz, Chefarzt der Neurologischen Klinik im Laatzener Krankenhaus. Es gibt jetzt zehn Plätze auf der sogenannten „Stroke Unit“, wo Patienten intensiv überwacht und behandelt werden können. Bislang sind jährlich rund 800 Schlaganfall-Patienten in Laatzen versorgt worden. Die Vergrößerung der Station ist Teil der KRH „Medizinstrategie 2020“.

Bei Patienten mit Schlaganfällen ist die rasche Erstversorgung entscheidend. Auf der 1999 mit zunächst vier Behandlungsplätzen eröffneten Laatzener Schlaganfall-Spezialstation stehen alle modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren  zur Verfügung. Auf der Stroke Unit werden die Vitalzeichen, die Stoffwechselparameter sowie die Ausprägung der klinischen Symptomatik kontinuierlich überwacht. Hierzu gehören Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung, Sauerstoffversorgung des Blutes, Blutzucker, Körpertemperatur und eine mehrfach tägliche Kontrolle der neurologischen Ausfälle. Bei schnellem Eintreffen des Patienten besteht die Möglichkeit, durch eine sogenannte Thrombolyse ein eventuell vorhandenes Blutgerinnsel, das in Hirngefäßen zu einer Gefäßverstopfung geführt hat, aufzulösen und damit das Absterben von Hirngewebe zu verhindern. Somit kann die Ausprägung eines Schlaganfalls reduziert oder ganz  verhindert werden.

Neben Laatzen verfügen auch die KRH-Krankenhäuser Nordstadt und das Klinikum Neustadt am Rübenberge über Schlaganfall-Spezialstationen. Die Stroke Unit Nordstadt ist mit 17 Behandlungsplätzen die größte Spezialstation, in Neustadt gibt es vier Plätze in der Stroke Unit.

 

 

Freitag, 5. Januar