Leben retten im Discobeat im KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge

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Schülerinnen und Schüler lernen am Tag der Wiederbelebung

Lernten zu Discoklängen Leben zu retten: Kevin Stachon, Jana Nölke und Omar Hmar aus dem Kurs B12 der Fachoberschule der BBS Neustadt am Rübenberge. Angeleitet wurden Sie dabei von Wolfgang Dreyer (2.v.l.) pflegerischer Leiter der Intensivstation am KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge und Dr. Jürgen Tempel, Ärztlicher Leiter der Notaufnahme am KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge.



Aus den Lautsprechern tönen laut und deutlich die Bee Gees. Ihr Hit „Stayin' Alive“ von 1977 liefert genau den richtigen Beat für eine erfolgreiche Herzdruckmassage. 100 bis 120 Mal in der Minute – das ist der richtige Rhythmus, um einen Menschen am Leben zu halten, der einen plötzlichen Herzstillstand erleidet. Am weltweiten Tag der Wiederbelebung lernten fast 150 Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) Neustadt am Rübenberge im KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge von den Spezialisten der Notfall-, Herz- und Intensivmedizin. „Leben retten ist im Grunde ganz einfach“, sagt Dr. Bernhard Vieregge, Chefarzt der Klinik für Kardiologie am KRH Klinikum Neustadt am Rübenberge. „Mit Hilfe der Puppen, die wir hier den Jugendlichen für das Training zur Verfügung stellen, wollen wir vor allem helfen, die erste Scheu beim Eingreifen zu nehmen.“ Anlass der Aktion im Klinikum ist der weltweite Tag der Wiederbelebung, der 16. Oktober. Einen ganzen Vormittag lang hatten Schülerinnen und Schüler der BBS die Gelegenheit, sich von den Spezialisten die Zusammenhänge zwischen einem Herzstillstand und den richtigen Schritten, wie man dem Betreffenden helfen kann. Denn gerade die ersten Minuten sind besonders wichtig. Jedes Jahr erleiden mindestens 50.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses. Ihre Überlebenschance hängt an wenigen Minuten. Denn das Gehirn beginnt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits nach nur 3-5 Minuten ohne Blutfluss unwiederbringlich zu sterben. „Das ist ein wichtiges Zeitfenster, in dem man mit einer sofortigen Herzdruckmassage Leben retten kann“, so Vieregge. Im Schnitt benötigt der Rettungsdienst acht Minuten oder länger bis zum Eintreffen. Diese Zeit muss überbrückt werden. Das Spezialistenteam aus dem Krankenhaus verdeutlichte noch einmal die wichtigen Schritte im Fall der Fälle: Prüfen, Rufen, Drücken. Im Ernstfall muss man erst prüfen, ob die kollabierte Person noch atmet. Dann muss man den Rettungsdienst alarmieren und dann umgehend mit der Herzdruckmassage beginnen – und dabei immer an die Bee Gees denken!

 

 

Mittwoch, 17. Oktober 2018